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Sonntag, 14. April 2013

Uncle Ho's City Saigon

Ok, voraussichtlich letzter Post aus Vietnam. Hui, das ging fix. Nach 3 Nächten Mui Ne gings vor 6 Tagen schon mittags mit dem Sleeperbus nach Saigon. Versteh ich zwar nicht ganz, aber ich kenne ja meinen Hintensitztrick. Die Reisedauer ist mit 4,5 Stunden angegeben, wir werden, dank des Verkehrs, der Straßenverhältnisse und eines leichten, durch unseren Fahrer verursachten, Unfalls mit keinen Verletzten, knapp 7 Stunden brauchen und kommen kurz nach 19:00 Uhr in Ho Chi Minh Stadt an. Dieser Name ist den Bewohnern hier '75 aufgedrückt worden und niemand den wir trafen benutzt ihn. Der Bus hält angenehmerweise direkt in der Hostelstraße und nach kurzem Laufen und bewundern der vielen Verkäufer am Straßenrand finden wir die Bude, ziehen die Schuhe aus und checken ein. Anschließend sofort Abendessen und, nach kurzem Zank, Bierchen im Straßencafé. Hier wieder, wie in Hanoi auf Miniplastestühlen. Wir treffen Torven (ich bezweifle, dass er wirklich so heißt), einen älteren Vietnamesen, der mal für BP malocht hat und dementsprechend gutes Englisch spricht. Wir quatschen bis relativ spät (vielleicht so bis 11, hier sind die Nächte lang, fangen aber früh an!), er erklärt uns wo das Wort "Phở" herkommt; nämlich vom französischen "feu", was die Kolonialherren den lokalen Suppenverkäufern hinterheriefen, wenn die mit ihren tragbaren Herden durch die Straßen latschten. Dann verschwinden wir im Hostel. Am Morgen treffen wir zwei relativ komische Schweden und sind (ich zumindest) froh, dass das Frühstück ein kleines ist. Da wir hier, aufgrund von null Bock, immer mit langweiligen anderen Touristen durch die Gegend gekarrt zu werden, keine Touren buchen wollten (Mekong Delta und Cu Chi Tunnel fallen aus), haben wir uns wie in New York zu Fuß auf den Weg gemacht, um die Stadt zu erkunden. Saigon sieht in den edleren Bezirken viel, viel weltstädtischer aus als Hanoi. Es gibt einen riesigen Finanzturm, ultrahochpreisige Hotels wie Sheraton und Caravelle, eine Oper und allerlei anderen postkolonialen Prunk. Wir laufen Richtung Notre Dame Kathedrale, sind etwas enttäuscht ob ihrer Größe und ihres Alters und werden keine 3 Minuten später von einem der tropischen und unmittelbar auftretenden Regenschauer überrascht. Wir flüchten in ein nahes Café, trinken eisgekühlten Jasmintee, Zitroneneistee, Eiskaffee und nutzen das allgegenwärtige freie WLAN. Nach ca. einer halben Stunde endet der Platzregen fast so plötzlich wie er beginnt und wir machen uns mit leicht unterkühltem Magen auf Richtung War Remnants Museum. Da dieses jedoch seine tägliche Mittagspause hält, laufen wir kurz zum Hotel zurück und checken dann den nächsten Vegi-Imbiss aus. Klasse: Hier zeigt man einfach grunzend auf ein Buffet und der freundliche Mensch dahinter schaufelt einem die Leckereien auf den Teller. In diesem Laden gibt es unglaublich viel Fakefleisch, was mich ja immer freut. Gespeist, es sehr genossen und beim Rausgehen insgesamt 2,50€ hingelegt. Wenn man hier nur etwas abseits der Touriwege geht, fallen die Preise um bis zu 75%. Auch hier gilt unsere alte Tschechenregel (gelle Dave und Moe!?), je einsprachiger die Speisekarte, desto günstiger und echter isst man. Dann nun wirklich ins Kriegsmuseum und öfter mal mit dem Kopf geschüttelt. In diesem Krieg gab es so viele Seiten (hier im Museum natürlich eher zwei: Imperialisten gegen kommunistische Freiheitskämpfer) und die Bilder zeigen zu 80% zivile Opfer. Da hat sich niemand was geschenkt und die Amis haben mit ihrer Ranch Hand-Agent Orange-Entlaubungskampagne ganze Arbeit am Genpool ganzer Landstriche geleistet. Bitter, bitter, bitter. Naja, pünktlich um 17:00 Uhr folgen die vietnamesischen "Verlassen sie augenblicklich das Gelände"-Durchsagen und wir räumen das Feld gen Park hinter dem Wiedervereinigungspalast. Quatschen und schlürfen Eistee. Eine knappe Stunde später geht ja schon die Sonne unter und wir finden uns auf der Veranda einiger Vietnamesen wieder, begaffen die Leute auf der Straße und trinken Bier. Lustig, wie man hier direkt vorm Wohnzimmer der Einheimischen sitzt, trinkt und ihnen beim Kochen in den überall sichtbaren kleinen Wägelchen zuschauen kann. Zwischenrein treffen wir unseren ersten Komorer und seine, sehr junge philippinische Frau. Die zwei verschwinden allerdings nach ihrem Essen gleich wieder, was auch nicht so schlimm ist, da er sehr dominant war und sie kaum zu Wort kam. Wir entschließen uns heimzugehen, bleiben an der gestrigen Bar hängen, sehen Torven und Tine kommt zu einem Abendbrot und ich zu einem weiteren Bier. Ein Koreaner sitzt bei uns, man tauscht Trinksprüche aus und ich vergesse die koreanischen gleich wieder, weil sie ewig lang sind. Der vietnamesische bleibt im Kopf: "Mot, hai, ba Jo-u!" Zu deutsch: "Eins, zwei, drei, Prost!" So einfach, dass selbst ein Simpel wie ich ihn mir merke. Am nächsten Morgen müssen wir aus dem Hotel auschecken, da dieses nur für 2 Tage ein Zimmer für uns hatte. Zwischenzeitlich hatte ich bei AirBnB eine Anfrage an einen, hier lebenden, amerikanischen Englischlehrer gestellt, der sich allerdings (zu meiner Verzeiflung) immer noch nicht gemeldet hat. Also für eine Nacht ins nächste Hostel und weiter hoffen. Wir nutzen den Tag um weiter im Finanz- und Businessviertel Saigons rumzulatschen und Einkaufsmöglichkeiten zu suchen. Wir finden wiedermal ein nettes Café, trinken Eiskaffee, nutzen das Netz um Emails zu lesen und siehe da: der Typ und unser australischer Campervanverleih haben sich gemeldet. Ich bin erstmal beruhigt, auch wenn wir das angepeilte Restaurant danach nicht finden und nach 1,5 stündigem Fussmarsch wieder im Fakefleischbistro essen. Im Hostel treffen wir Torben aus (bei) Hamburch und quatschen eine Weile bevor er zum Flughafen und nach Schanghai verschwindet. Im Hotel lese ich ein paar weitere Mails des AirBnb-Vermieters und wir entscheiden uns ob seiner latenten Unheimlichkeit (er fragt, was uns so an seiner Bude anzieht, sagt uns, dass uns der eigentliche Vermieter vielleicht nicht reinläßt und klingt in späteren Mails etwas gruselig verzweifelt), doch lieber noch ein Hotelzimmer im Touribezirk zu nehmen. Am nächsten Morgen also Einchecken ins dritte (und letzte) Hotel in Saigon. Danach weiteres Erkunden der Stadt Richtung Chinatown. Wie immer Kaffee im Café und dort und im Laufe des Tages am Kümmern und Organisieren für Australien. Das Abendessen beinhaltet diesmal irgendein komisches Kraut, was Tine zur Kohletablette und mich zum zweiten Bier greifen sowie den Abend irgendwie früh enden läßt. Keine üble Sache, denn so kann Tine den vorigen Blogeintrag schreiben. Wir haben ja hier sowieso viel Zeit und hängen viel mehr im Hotelzimmer ab als vorher. Das mag langweilig klingen, aber manchmal gefällt mir schon das Rumlaufen und Aufbauen einer mentalen Karte und abendliches Biertrinken zum glücklich sein. Nebenbei haben wir ja auch endlich Zeit gefunden, um uns um die Mietwagengeschichten in Oz und NZ zu kümmern. Vorgestern kauft sich Tine dann ein Paar "The North Face" Botten und handelt den Verkäufer um satte 33% runter. Klasse, ab jetzt führt Tine die Preisverhandlungen. Abends dann beim auf der Straße hocken zwei vietnamesische Tourguides getroffen (Eric und Henry) von denen Eric so gut deutsch sprach, dass sogar sein Englisch deutsch akzentuiert war. Super. Mit den Jungs ein paar Bierchen gekippt und gequatscht. Gestern erst relativ spät los, um meine Schuhe reparieren zu lassen. Hier quatschen einen eh ständig Leute an, ob man die Shoes geshined haben möchte. Gut, im Park so ein paar Jungs, die gefragt, ob sie die Dinger auch reparieren und nicht nur putzen. Sofort hatten die die Ahle (nein, nicht die Tine) und meine Schuhe in der Hand und ich konnte nur irgendwas von Preis stammeln. Naja, da halt so 15 Minuten gesessen und den Jungs beim Löcherstechen und Nähen zugeschaut und eine geraucht. Wir sind wie ein Schuhreinigermagnet, denn zwischendurch sitzen 5 Mann um uns rum. Wir hatten uns irgendwie auf 10$ geeinigt (zum großen Ärger von "Preisverhandeltine") und ich war auch, aufgrund der Vielzahl der jungen Männer, gewillt diese zu zahlen. Zum neuen Vernähen der Schuhe gab's dann noch ein paar Einlegesohlen und gereinigt wurden sie natürlich auch. Der eine Frechdachs war trotzdem noch unzufrieden mit dem schon sehr hohen Preis, aber der "good cop" der 4 Jungs hat gezwinkert und uns gehen lassen. Mal schauen, ob sie halten. Abends dann noch ein kleines Highlight: Wir treffen Dirk und Conny, die so 2 Wochen nach uns nach Vietnam gekommen sind. Man tauscht Erlebnisse aus, quatscht und trinkt Bier. Ich zeige meinen Lieblingsbaguette- und Tine ihren Lieblingsfruchtshakestand. Toll! Kurz vor Mitternacht geht's nach Hause, denn die beiden wollen früh raus. Die letzte Nacht verläuft unspektakulär, denn heute verlassen nicht Dutzende Franzosen krakelend und türenschmeißend das Hotel. Heute Abend geht's zum Flughafen und wir schließen quasi die erste von sechs Stationen ab. Morgen früh halb 5 (Manila Ortszeit, irgendwann vor Mitternacht daheime) landen wir und werden, ganz lieb, von der kleinen Schwester meiner Freundin Deth und ihrem Verlobten abgeholt. Ich bin schon ganz aufgeregt und hoffe diesmal mehr von Manila zu sehen, als vor 11 Jahren. Für's Monster isses ja ganz Premiere, dementsprechend gespannt ist sie auch. Wir sind in der ersten Woche dort relativ ausgebucht, aber ich hoffe, spätestens nach unser Rückkehr vom Island Trip berichten zu können!






Samstag, 30. März 2013

Schneider, Lampions und Schneider

So, nach 3 realtiv ruhigen Tagen mal wieder ein Post. Vorgestern früh verlassen wir Hotel und Pool in Hue und düsen mit der Taxe an den Bahnhof. Tickets waren schon erstanden, also noch kurz gewartet und dann rein in den SE3 Richtung Süden. Diesmal kein Schlafwagen, wir sind ja nur 2,5h unterwegs. Dafür ganz viele Einheimische, die einen teils aufgeschlossen (die normalen), teils sehr mürrisch (so Dicke in so grünen Uniformen, die ich für Parteifunktionäre halte) anschauen. Das Touri-Einheimischenverhältnis ist heute sicher 1:5. Auch mal was Neues. Wir erfahren sicher eine der schönsten Bahnstrecken (ich bin ja sonst nicht so ein Bahnatiker) Südostasiens. Nämlich entlang des südchinesischen Meeres über den Wolkenpass. Fetzt. Erst knapp über Meeresspiegelhöhe, dann circa 200 Meter drüber. Bombenaussichten bieten sich, es wird gefilmt und fotografiert. Übrigens auch eine der gefährlichsten Bahnstrecken. Erst 2005 entgleiste hier ein Zug und kullerte den Abhang hinab. Am frühen Nachmittag ist der Spaß vorbei und wir stolpern, uns nach einem Weg nach Hoi An umsehend, aus dem Zug. Nach kurzen (nicht erfolgreichen, weil zu teuer) Verhandlungen mit diversen Taxifahrern, schleift uns jemand in den Shuttlebus von Mr. Dung, der uns für läppische 4$ nach Hoi An bringt. Unterwegs gibt es kurze Infos zu verfallenden, amerikanischen Airbases, den Marmorbergen, der Schneiderei seiner Schwester und diversen Resorts direkt an der Küste. In Hoi An angekommen, stehen wir, dank mangelndem Schlafstätte, etwas ratlos umher und werden von einem Local in ein Hotel um die Ecke geschleift. Sieht super aus, hat einen Pool und die Buchte kostet 18$ pro Tag. "Klasse" denken wir und checken ein. Später stellt sich heraus, dass wir im 69. von 70 Hotels auf der Trip Advisor Rankingliste gelandet sind. Letzte Woche wurde hier ständig geklaut und das Personal sei zum Kotzen. Wir sind etwas unruhig und nehmen von jetzt an immer alle Wertsachen mit. Allerdings gab es in den 2,5 Tagen keinerlei Vorkommnisse, was uns wieder frohen Mutes sein läßt. Nach Einchecken und Reinigen geht es auf Richtung Hoi Aner Innenstadt. Weltruhm erlangte die Stadt durch ihre knapp 600 Schneider, die hier maßgeschneiderte Mode für reiche Westler machen. Nici hat eine, daheim verfasste, ellenlange Liste dabei, die hier abgearbeitet wird. Unterstützt durch das Monster versuchen die beiden einen Weg durch den Taylordschungel zu finden. Ich setze mich derweil in ein nahegelegenes "Café" und donnere mir, nach dem Erfreuen der Besitzer durch mein fast fließendes Vietnamesisch, im Laufe von knapp 3 Stunden 5 Bia Sai Gon Lager in den Adonisleib. Zwischendurch schwanke ich kurz auf meinem Sitz, schaffe es aber einige Fotos zu schießen, bevor ich die Beiden wiedertreffe. Es wird im selben Lokal gespeist und ich verschwinde wenig später, durch Saigons Edelbräu und die Hitze geschwächt ins Hotel, während Monster und Nici noch einmal losziehen, um Klamotten anzuschauen. Das Angebot ist riesig und teilweise sehr günstig, Disziplintine, jedoch kauft nur Kleingebäck vom Wägelchen und wehrt allen Stoffangeboten. Der Abend endet für die beiden mit einem Rundgang durch die lampiongeschmückte Altstadt Hoi Ans. Am nächsten Morgen erlebe ich die Stadt selbst bei einem Rundgang und habe das Gefühl, durch eine europäisch, mediterrane Altstadt zu laufen, allein Schrift, Geruch und Menschen holen mich nach Mittelvietnam zurück.Wieder passieren wir hunderte Schneidereien, was uns mehr als einmal über deren Wirtschaftlichkeit nachdenken läßt, denn alle verkaufen ähnliche Produkte und sind doch oft nur eine Haustür voneinander entfernt. Allerdings gibt es hier auch sehr viele Touristen, die Dank etwas weniger Verkehrs auf Mopeds und Fahrrädern durch die Stadt brausen. Wie in Hue laufen wir Rio, unserem Zugjapanerschweizer über den Weg und quatschen kurz. Lustigerweise sehen und treffen wir ständig bekannte Gesichter. So auch den fiesen Hipster, der uns 3x in Hanoi, einmal in Sa Pa, danach in Hue und jetzt hier begegnet. Wir haben bis jetzt kein Wort mit ihm gewechselt uns aber Dutzende Male an seinem Oberlippenbart erfreut. Nachmittags lassen sich beide Mädchen im Spa um die Ecke die Nägel machen, danach schreitet Nicole zum ersten Fitting und Monster und ich essen dank Happycow.net unglaublich gut und günstig in einem sehr versteckt liegendem, kleinem Vegi-Restaurant. Das Minh Hien liegt in einer Seitengasse und ist gleichzeitig eine Bibliothek. Sehr witzig, wenn Schulmädchen ihre Bücher tauschen, während man sich außerordentlich leckere Reispapierrollen in den Mund drückt. Hier koste ich im Übrigen erst das zweite Mal Bia Hoi (frisches Bier) was einem in Hoi An meist für lächerliche 3000 Dong (12 Cent) hinterhergeworfen wird. Hervorragend an heißen Tropenmittagen. Gegen Abend treffen wir Nici nach ihrem zweiten Fitting und laufen (diesmal zu dritt) durch die toll beleuchtete Altstadt, finden nach einer ganzen Weile ein Straßenlokal und essen Pho und die lokale Spezialität Cao Lau. Wunderbar. Anschließend wird eine am Straßenrand sitzende Einheimische um frisch über dem Grill gebratene Süßkartoffelplätzchen erleichtert. Nach der Rückkehr ins Hotel bestaunen wir Geckos beim Fortpflanzen und gehen relativ früh schlafen, denn alle haben zum ersten Mal einen leichten Sonnenbrand und sind dementsprechend angeschlagen. Am dritten Tag leihen wir uns nach dem nun dritten Fitting wieder Klapperräder und düsen das erste Mal in 2 Wochen durch das Gehupe an den Strand. Kurz vor der Ankunft versucht uns ein Pseudopolizist zu stoppen, um die Räder zu parken. Ich fahre empört vorbei und wir versuchen die Räder an der Bar eines lokalen Edelhotels abzustellen. Schnell bittet man den Pöbel wieder zu gehen. Eine Frechheit! Also zurück zum Pseudopolizisten, der uns glücklicherweise nicht sieht, sodaß uns sein Kollege abkassiert. Ich bin zufrieden. Dann zum ersten Mal seit vielen Jahren: Palmen, Strand, Sonnenschein. Herrlich. Innerhalb von Sekunden planschen wir im Wasser. Etwas getrübt wird die Stimmung durch einen sehr unheimlichen Vietnamesen, der uns wieder und wieder bedeutet, die Nici heiraten zu möchten. Diese lehnt ab und wir verlassen, ob seiner lethargischen Geduld, unseren Spot und ziehen 100 Meter weiter. Sein nächstes Opfer ist unsere Nachbarin. Auch hier zeigt er große Ausdauer, sie aber gewinnt durch Ignorieren und er räumt das Feld. Fies. Es wird gebadet, Baguettes und Kleingebäck vom Stand gegessen und dicken Tommies beim Jetskifahren zugeschaut, bevor Wolken aufziehen und wir nach gut 3 Stunden wieder gen Hotel verschwinden. Nach der Dusche laufen wir wieder ins Minh Hien und essen wiederholt lecker und günstig. Auf dem Rückweg fällt uns vor Nicoles Modesalon ein Vietnamese mit einem "I love Bitterfeld" T-Shirt auf und wir kommen ins Gespräch. Er hat von 88-90 im Chemiekombinat Bitterfeld gearbeitet und nebenbei ordentlich Deutsch gepaukt. Wir sind beeindruckt und quatschen noch ein bisschen. Es gab bis jetzt leider viel zu wenig solcher Begegnungen, da die meisten in Verkaufsgesprächen für Touren oder ähnlichem enden oder überhaupt nicht möglich sind, weil unser vietnamesisch so beschissen ist. Am Abend findet Nicole wieder Anklang bei Männern, möchte aber nicht mit 2 Kanadiern "tanzen" gehen und so trinken wir noch ein Bier auf unserem Hotelrundgang (wie bei so Motels), ich schreibe Blog und Tinchen schläft. Morgen haben wir noch einen ganzen Tag hier in Hoi An und fahren dann 18:00 Uhr mit dem Nachtbus nach Nha Trang und dann direkt weiter nach Da Lat in den zentralen Highlands auf 1500 Meter Höhe. Die "Stadt des ewigen Frühlings", na ich bin gespannt. By the way: Wer Fragen zu Vietnam hat oder Kritik üben möchte, kann hier gern kommentieren oder mir eine Mail schreiben, ich versuche das dann so gut wie möglich zu beantworten.

 
 

Mittwoch, 27. März 2013

Abschied aus Hanoi, Kaiserstadt und heiße Gräber

Nachdem die Mädels von ihrer, durch unhöfliche Verkäufer nur gering beeinträchtigten, weil erfolgreichen, Einkaufstour zurück sind, haben wir noch sauviel Zeit und laufen zum Mittagessen ins French Quarter Hanois. Hier sind die Häuser alle größer und nicht jedes beherbergt 5 Geschäfte. Das Hilton und die Oper lassen wir links liegen und finden einen Eckimbiss, wo es Bia Hoi, frittierten Tofu und Erdnüsse gibt. Da danach immer noch viel Zeit ist, beschließen wir noch einen touritischen "Höhepunkt" Hanois mitzunehmen: Das Gefängnismuseum Hoa Lo. Hier waren seit 1898 Tausende Menschen, erst aus Vietnam, dann aus den USA eingesperrt. Die Franzosen haben das Ding hochgezogen und es kommt auch ein bisschen Papillon-Feeling auf, wenn man so an der Guillotine und den Todeszellen vorbeiläuft. Weiter läuft man durch den Ausstellungsteil der über den Aufenthalt abgeschossener Ami-Piloten im "Hanoi Hilton" berichtet. Filme altbekannter Zonenmachart werden gezeigt, in denen sich Bilder abstürzender US-Flugzeuge, aufsteigender Raketen, heroischem Flakfeuer und toter Kinder abwechseln. Ich weiß das der Bombenkrieg der Amis ultrabeschissen war, allerdings täuschen die Bilder basketballspielender Piloten darüber hinweg, dass einige von ihnen hier wochenlang gefoltert worden. John McCain zum Beispiel. Dessen Druckanzug kann man dort auch bewundern; Hanoier hatten ihn nach seinem Abschuß aus dem nahe gelegenen Hoan Kiem-Lake (der in den Fotos des ersten Posts mit der kleinen Pagode) gefischt. Tinchen muss nacheinander mit 2 Vietnamesen posieren, während deren Kumpels Fotos schießen. Danach quackern wir uns noch ein Bierchen am Straßenrand rein und laufen langsam zurück ins Hotel. Toni verabschiedet uns herzlichst mit Drücker und wir sitzen im (weitaus billigeren als heute früh) Taxi und sind, zack, am Bahnhof und, schwupps, im Zug. Unser Mitfahrer Rio, ein Schweizer mit japanischen (Diplomaten-) Eltern und gerade abgeschlossenem Studium in Kalifornien steigt zu und wir quatschen etwas und schlafen relativ früh ein. Wir sind wie immer superpünktlich (8 Minuten Verspätung nach 14h Fahrt) in Hue und laufen die 1,5km vom Bahnhof in die "Touri-Ecke", wo die meisten Gästehäuser liegen. Wir schauen uns vier und deren Zimmer an und entscheiden uns für das mit Pool. Klasse. Gefühlte Sekunden später sausen unsere überweißen Körper ins Wasser. Herrlich. Nach dem Gebade laufen wir ein Stückchen durch Hue und speisen königlich in einem vegetarischem Restaurant (alles unglaublich lecker, Fakefleisch und Tofu und allerlei Rollen und gebratener Reis und so) und bezahlen lächerliche 7€ inkl. Getränke. Danach wandern wir über den lokalen Straßenmarkt, erstehen Obst und laufen durch enge Sträßchen. Zurück im Hotel geht es nochmal in den Pool und später etwas ziellos durch die Stadt. Leider werden hier in Hue (außer in den Touriläden) so gegen halb 10 die Bürgersteige hochgeklappt und unsere Suche nach Baguettes bleibt erfolgos, daher gibt es Cracker mit Senf und unser gekauftes Obst auf dem Balkon. Auch gut. Nach einer sehr warmen Nacht essen wir (europäisiertes) Frühstück und umgehen die Tourenangebote der Hotelbesitzer geschickt, indem wir uns Räder leihen und uns mit diesen am heißesten Tag der bisherigen Reise (37°)  auf den Weg zum Grabe Kaiser Tu Ducs machen. Tine graust bald vor dem Verkehr, allerdings hält sie tapfer durch und wir radeln, ölend wie die Wasserfälle, zum Altar für Himmel und Erde. Der ist relativ langweilig, deshalb fahren wir nach kurzer Zeit weiter. Die Hitze ist inzwischen unerträglich und nach einem Anstieg halten wir an einem Laden und suchen uns Mützen aus (Danke Wumme! :) ). Wir setzen uns kurz unters Vordach, trinken das ebenfalls erstandene Wasser, ich verstopfe nach einem kleinen Magenkrampf die Toilette und wir fliehen etwas überstürzt zum nahe gelegenen Grab eines der letzten Herrschers der Nguyen-Dynastie, Tu Duc (sprich Tü Dük). Die Dame an der Kasse ist ordentlich unfreundlich und versucht Nici um 100.000 Glocken zu bescheißen, aber wir Füchse bemerken es fix und lachen mathematisch überlegen in uns hinein. Die Räder schnell unter dem Vordach einer netten Getränkeverkäuferin geparkt und ab in die Grabesstadt. Ja Stadt, denn das "Grab" ist locker 25ha groß. Wir begehen verschiedene Tempel, Pavillions und Gräber, wobei wir von ununterbrochenem Kindergebrüll umgeben sind. Scheinbar sind hier gerade 30 Klassen verschiedenster Schulen (weil unterschiedliche Uniformen) unterwegs um sich kulturell zu bilden. Wir sind ein großer Hit bei den Kiddies und müssen alle 30 Sekunden "Hello" sagen, winken oder das Peace-Zeichen machen. Toll. Nebenbei laufen wir weiter an vielen sehr chinesisch aussehenden, verfallenden (obwohl erst 150 Jahre alt) Gebäuden vorbei, die der Kaiser hier innerhalb von 3 Jahren errichten ließ. Nach circa einer Stunde sind wir durch, trinken einen, immer wieder leckeren, Không độ (Null Grad) Eistee und verradeln uns danach etwas, werden von Hunden bedrängt und müssen doch den Rückweg am verstopften Klo vorbei nehmen. Wollte ich eigentlich vermeiden. Naja, nichts passiert, Kopp runter, wir donnern fix vorbei und befinden uns auf dem Rückweg nach Hue. Wir nehmen eine andere Route durch noch mehr Verkehr, holen unsere Zugtickets ab und kommen ordentlich fertig (immerhin 20km hoch und runter bei der Hitze) im Hotel an. Ich entscheide mich für Bier und Pool, Nici und Monster laufen nochmal los und schauen sich die Zitadelle auf der anderen Flussseite an. Hier wird wieder mehrfach für vietnamesische Kinder gepost. Ich quatsche derweil mit einem Schotten und kippe mir mit ihm noch 2 weitere Biere rein und treibe etwas im Wasser, bevor die beiden nach circa 3 Stunden zurück sind und wir gemeinsam mit dem Schotten und seiner deutsch-ungarisch-schottischen Freundin ins nicht weit entfernte und vom Personal empfohlene "Zucca"-Restaurant gehen um Abendbrot zu essen. Ganz lecker, ganz günstig. Danach geht nicht mehr viel, alle sind durch Hitze und Fahrradfahrt erschöpft und fummeln dank freien WLANs noch kurz an ihren Handys rum und schlafen dann ein. Heute geht es nach dem Frühstück zum Bahnhof und dann mit dem Zug über den Wolkenpass nach Da Nang und schließlich mit dem Bus weiter nach Hoi An. Hier noch ein paar (chronologisch relativ ungeordnete) Impressionen aus Hue:

Sonntag, 24. März 2013

Lao Cai, Sa Pa und die Vielvölkerberge

Wie gewohnt werden wir pünktlich vom Taxi abgeholt und zum Bahnhof in Hanoi gekarrt. Es steigt das nette holländische Pärchen zu, was uns schon in Richtung Ha Long Bay im Bus begegnet ist. Am Bahnhof in Hanoi stellt Tine fest, dass ihre Wanderschuhe dabei sind auseinander zu fallen. Scheiße. Hätte man auch eher merken können, ärgert sie sich. Aber sie ist ja ein Fuchs und kauft gleich am Bahnhof eine Tube Superkleber um die Schuhe zu bearbeiten. Geht natürlich voll nach hinten los: der Kleber stinkt und qualmt beim Auftragen und auf-die-Haut-laufen und die Schuhe sind kaputter als davor. Sie Wandern nach der Ankunft in Sa Pa in den Müll und befinden sich bei unserer Abreise im selben Eimer. Da die Einheimischen in Sa Pa eh barfuß oder in Badelatschen die Berge hoch und runter rammeln kommt man sich ohne Wanderschuhe gar nicht mehr blöd vor. Wir kaufen ein paar kalte Hülsen und steigen in den Nachtzug nach Lao Cai von wo aus wir in die Berge weiterreisen. Wir beziehen eine 4er Softsleeper Kabine, die wir uns mit einem Vietnamesen teilen, der weder Bier noch Cracker noch Waffeln von uns haben möchte. Klasse: Zwischen den Wagen wird geraucht wie die Schlote. Der Uniformierte auf dem Klappstuhl direkt davor stört sich nicht daran und kämpft mit einem Haufen Papier. Nebenbeobachtung: Hier gibt es unermeßlich viele Menschen in Uniformen aller Couleur. Selbst die Bahnübergangswächter tragen eine. Allerdings trägt selbst die Polizei hier keine Waffen und nur selten Schlagstöcke, was irgendwie beruhigend ist; scheinbar werden diese nicht benötigt. Die Nachtzüge sind übrigens ziemlich bequem und man spart sich eine Übernachtung im Hotel. Kurz nach 6 rollen wir in den Ga (Bahnhof) Lao Cai ein, einer Stadt an der vietnamesisch-chinesischen Grenze. Man erwartet uns und es geht im Minibus eine Stunde entlang tiefer Schluchten und der ersten Reisterrassen Richtung Sa Pa. Im Bus bemerken wir das israelisches Pärchen mit übergewichtigem Sohn, der uns schon auf Monkey Island aufgefallen war, weil er am Affenstrand wie ein nasser Sack aus dem Boot gehievt werden musste. Ich hab ihn beim Zurückschauen im Bus immer für ein Mädchen gehalten, weil er so große Brüste hat. Wir taufen ihn "Ball 2". Der Original "Ball" war ein dicker Kanadier mit seiner Freundin "Stock". Gut, wir erreichen unseren Tourausgangspunkt in Sa Pa und werden mit Frühstück versorgt. Ball 2 läßt drei(!!!) Omelletes zurückgehen und entscheidet sich schließlich doch für gebratene Nudeln mit Gemüse. Seine Mutter schafft es bis zum Abend nicht einmal "Please", "Thank you" oder andere Höflichkeiten zu äußern. Sehr unangenehm. Naja. Wir treffen Lem, unsere Führerin. Lem ist eine schwarze H'Mong und trägt wie alle unserer Begleiterinnen desselben Stammes eine ziemlich coole Tracht und raschelnde Stulpen. Nach kurzem Warten geht es los und wir laufen im Verhältnis 2:1 Touris zu H'Mong erst Straße und dann im Stammesgebiet schmale Bergpfade entlang. Lem kauft Zuckerrohr für alle und wir setzen unsere Wanderung mampfend und die Aussicht bestaunend fort. Unsere Begleitmädels quatschen mit uns und basteln uns nebenbei lustige Pferdchen aus Pflanzen. Wir laufen direkt zwischen den Reisterrassen der einen Seite des Hanges, welche atemberaubende Blicke auf die gegenüberliegende Seite mit Gipfeln und mehr Reisterrassen bieten. Die Berge ringsum sind immerhin über 3000 Meter hoch! Leider ist es etwas diesig, sodaß sich die Peaks eher mystisch als Schatten in den Wolken abzeichnen. Am beeindruckendsten sind aber die Terrassen. Es muss Jahrtausende gedauert haben, die Berge so umzuformen. Scheinbar jeder Meter der Hänge ist mit diesen, Höhenlinien formenden, aus Lehm geschichteten Bauwerken, bedeckt. Wahnsinn. Nach circa 4 Stunden Marsch erreichen wir ein Dorf der H'Mong und kapieren endlich, warum alle so ultralieb zu uns sind: die Mädels verkaufen natürlich Handwerk! Man bestürmt uns geradezu mit Armreifen, kleinen und großen Beuteln, Mützen und allerlei anderem hausgemachten Sachen. Ich greife bei einem Beutel zu und bezahle natürlich viel zu viel. Im Laufe der 2 Tage werden die Preise immer weiter nach unten gehen. Wer also mal hierher kommt, sollte ordentlich Handeln können oder Geduld haben und warten bis die Preise im Laufe der Zeit sinken. Na schön, die Leute wollen ja hier auch einen Teil der Einnahmen der Tourimaschine. Wir essen, gemeinsam mit 3 Australierinnen (Kelly, Ally und Amy) und einer Holländerin (Judith) zu Mittag und unterhalten uns ganz gut. Danach laufen wir weiter (an Handwerksläden vorbei), besuchen 2 Schulen und sehen eine Subotnik-Baustelle, wo Dorfbewohner und Uniformierte den Weg betonieren. Lem erzählt mir, dass die Leute hier im Jahr 24 Tage gemeinnützige Arbeit leisten müssen/sollen/wollen. Ich kann schlecht einschätzen, wie die H'Mong zur Regierung stehen; im Vietnamkrieg (hier Amerikanischer Krieg) kämpften sie, unterstützt durch die CIA auf der südlichen Seite und lieferten sich mit der NVA Kämpfe im Bergland von Laos und Nordvietnam. Jedenfalls bezeichnet Lem die Mehrheit des Landes als Vietnamesen und sich selbst als H'Mong. Sie gibt auch wenig Auskunft auf solche Fragen, also lasse ich es. Wir sehen auf der Route noch mehr Menschen verschiedenster Völker, die hier in Nachbarschaft leben, aber sehr unterschiedliche Sprachen sprechen und alle andere Trachten tragen. Vietnamesisch lernen die Kinder hier erst in der Schule. Nach weiteren 2,5-3h kommen wir an unserem Nachtlager, einem sog. "Homestay" an. Wir werden die Nacht also im Haus einer Famile verbringen. Das hört sich erstmal spannend an, jedoch macht die Sprachbarriere (und die zum 1000. Mal gestellten Fragen) tiefere Gespräche unmöglich. Also kippen wir uns in der lokalen, von einem Niederländer geführten Bar 2 Bier rein, hören uns sein Genörgel über die umliegenden Homestays (Konkurrenz, gelle) an, nutzen das kostenlose W-LAN und laufen danach zur Unterkunft zurück, um Abendbrot zu essen. Das ist gut und reichhaltig, und bietet die Grundlage zum weiteren Biertrinken. Wir quatschen mit den Ozzies und 3 Französinnen, die Israelis sind schon bald im Bett (jeder war von ihrer groben Art genervt), trinken kaltes Bia Ha Noi und lassen uns Tipps für Australien geben. Gegen halb 9(!!!) werden wir freundlich aber bestimmt gebeten, unsere Getränke zu leeren und schafen zu gehen. Die Vietnamesen gehen echt saufrüh ins Bett (und stehen früh auf), also gibt es noch eine Gute Nacht Zigarette und dann geht es hoch unter die Moskitonetze. Mitten in der Nacht drängt mich die Blase zum Klo und ich meistere dank einer Kombi aus katzengleichen Augen, Körperbeherrschung und fotografischem Gedächtnis den stockdunklen Weg nach unten, 2x um die Ecke und aufs Klo. James Bond sieht ganz, ganz alt aus, gegen mich. Am Morgen wecken uns krakehlende Hähne und es gibt leckere Pfannkuchen mit Honig und Banane. Dann laufen wir eine weitere Stunde durch teilweise schwieriges Gelände (Ball 2 wird öfter mal von H'Mong Frauen gestützt) und erreichen nach Überqueren einer weiteren, wackligen Seilbrücke unseren Mittagsort. Dort gibt es Nudelsuppe (leider aus der Tüte) und danach den Bus nach Sa Pa. Wir eiern ca. 20 Minuten über holprige Straßen am Abgrund und erreichen (gerade rechtzeitig für mich) unseren Ausgangspunkt im Hotel (und dessen Klo). Ich glaube, ich vertrage so Tütensuppen einfach nicht. Wir haben noch einige Zeit bis zur Abfahrt nach Hanoi, also treiben wir uns auf den lokalen Märkten umher und die Mädchen begreifen, wie günstig ein Armreif sein kann, wenn man ihn hier kauft. Wieder was gelernt.Wir gammeln kurz im Garten des Hotels rum, essen Abendbrot und sitzen, schwupp, im Bus nach Lao Cai, wo unser Nachtzug wartet. Schnell Bierchen gekauft und rein in das Abteil. Unser vierter Mann steigt erst eine Station später zu, ich bin relativ müde und alle gehen früh schlafen. Leider wackelt der Zug diesmal ganz extrem (hier in den Bergen wird Schmalspur gefahren), sodaß ich nur äußerst schlecht schafen kann. Pünktlich um 4:55 sind wir in Ha Noi und werden wider Erwarten nicht abgeholt. Nach 20 Minuten haben wir das Warten satt und die örtlichen Taxifahrer bekommen unser (inzwischen) brutales Handelsgeschick zu Spüren. Nach der Ankunft am Hotel sitzen wir noch 20 Minuten vor verschlossener, aber W-LAN-durchlässiger Tür bis uns ein verschlafener Michael die Tür öffnet. Wir drehen noch eine kurze Runde zum See, wo die Leute (Sonntag früh um 6!!!) in Massen Federball spielen, Tai Chi machen, oder Tanzstunden nehmen. Wir sehen die Schildkröte im See und laufen zurück ins Golden Time. Wir werden wieder unglaublich nett mit kostenlosem Frühstück und ebensolchem Zimmer versorgt. Ich kann mir endlich die Haare und den Bart schneiden, dann gehen Monster und Nicole sich mit Judith und den Ozzies treffen. Ich kuller hier rum und schreibe Blog. Nachher springen wir wieder in den Zug und fahren über Nacht nach Hué. Aufregend!